Samstag, 3. März 2012

"meine Reise nach Lourdes" (3/5)

erwachsen werden ist nicht schwer.....
erwachsen sein dagegen sehr......

Nicht nur ich und meine Motorräder,sondern auch meine Bedürfnise an das Leben wurden immer größer.
Jedenfalls wollte ich nicht so enden,wie die meisten die ich so kannte.Aus meiner alten Cliqe waren nur
noch wenige vorhanden ....war auch gut so...ich behielt den Überblick und konnte jedem gerecht werden.
Mit zwanzig Jahren war mein Ego schon recht ausgeprägt....wenn man bedenkt,dass sich meine Mutter
und meine Freunde fast ausschließlich mit sich selber beschäftigten....durfte ich doch wohl hauptsächlich
an mich selber denken.Aber  bevor ich mich so richtig entfalten konnte,mußte ich noch eine sehr
unangenehme Sache überstehen....es grasierte da eine Geschichte in meiner Gegend,von der so einige
jungen Männer betroffen waren...es war so ein mäßiger Flug von Einberufungsbescheiden zum Militär.
Ja,da mußte ich nun hin.Glücklich war ich darüber nicht und wie sich bald herausstellen sollte,waren die
beim Militär ,als sie mich etws näher kannten,es auch nicht.Nun war ich also Soldat und  gleichermaßen
ein Querschläger...vieles kann man doch nicht einfach so hinnehmen...ewig dieses rumgebrülle obwohl
man es auch in einem normalen Ton hätte sagen können...ach so manches Wochenende durfte ich sogar
in der Kaserne bleiben auch wenn ich es garnicht wollte..das eine Mal war es meine permanente
Knappheit an Zahlungsmittel und weil irgendwie so tolle Sachen in meinem Spind waren,die man zu Geld machen konnte,wofür ich auch schnell Abnehmer fand...ein anderes  Mal lernte ich den Bring u. Holdienst ( nennen sich eigentlich Feldjäger ) vom Militär kennen...man hatte mir in Aussicht gestellt,dass ich früher entlassen werden könnte...immer diese Rückenprobleme....hatte wohl etwas falsch verstanden...somit war meine eigenmächtige Urlaubsverlängerung wieder hinfällig.Aber irgendwann war es dann doch soweit,nach fast einem Jahr wurde Ich ausgemustert.Das Geld für die Heimfahrt reichte mal wieder hinten und natürlich auch vorn nicht....man stelle sich vor...mein Leutnant sammelte Geld in der Truppe für mich.Obwohl er eigentlich hätte Böse auf mich sein müssen...er ist nämlich einmal zu Spät zum Dienst erschienen,weil ich ihn nicht geweckt hatte( bin  beim Wachdienst ,der bis morgens ging,auf dem Klo eingeschlafen...da kann man nur sagen Irren ist menschlich verzeihen göttlich.Eines hatte ich aber schon mal fürs Leben gelernt....langsam aber
beharlich sein Ziel nicht aus den Augen verlieren .Die Zeit ,für meine Persönlichkeitsentfaltung war
gekommen.Was sollte mich jetzt noch aufhalten...meine abgeschlossene Ausbildung  und hervorragende
Gesundheit sollten wohl ausreichen um die gesteckten Lebensziele  zu erreichen.Der weitere Ausbau
meiner künstlerischen Ader sollte vorrangiges Ziel werden....auch in einer anderen Stadt sollte sich mein
zukünftiges Leben  abspielen.Lange mußte ich auch nicht darauf warten...es bot sich eine, meiner Meinung nach,recht gute Stelle an die sehr weit weg war...schwer fiel es mir nicht meine alte Umgebung zu verlassen  zumal ich sowieso für alles Neue offen war.Der Umzug ins neue Leben würde auch sehr Kostengünstig sein,denn mehr als ein paar Klamotten und einen Koffer besaß ich nicht....bevor es endlich losgehen sollte,war es mir ein Bedürfnis mit  meinen besten Freunden....nur noch 3 an der Zahl ....in einem Lokal Abschied zu feiern.Am nächsten Tag sollte dann meine Abreise sein.Leider kam es etwas anders....meine Freunde Paul u. Andre konnten nicht kommen...na dann werde ich Marie absagen und nicht mehr feiern.Den Tisch im Restaurant mußte ich nur noch abbestellen.Der Tag der Abreise war gekommen...ich stieg in den Zug,der mich in eine tolle Zukunft bringen sollte.Während der Fahrt fiel mir auf einmal ein...Mist ,hatte den Tisch nicht abgesagt geschweige denn Marie angerufen.Egal dachte ich...kann jetzt eh nichts machen...wenn ich da bin, rufe ich sie an....als ich aus dem Zug  ausgestiegen war,hatte ich eigentlich nicht das Gefühl woanders zu sein.Der Unterschied war nur,dass ich hier niemanden kannte....sonst war vieles gleich.Nach der langen Fahrt  wollte ich nur noch zu meiner angemieteten Unterkunft und schlafen.Schon nach einer Woche erwies sich der Job,der mir so angepriesen wurde,als Reinfall....eines Tages saß ich, wie immer nach der Arbeit, in meinem Zimmer aber diesmal  blieb der Fernseher kalt,weil ich dabei war andere Pläne zu schmieden....hätte ich doch nur eine Stelle an der Küste angenommen....nein, hier in dieser Stadt im Hinterland,ist es mir doch etwas zu hektisch und Marie habe ich immer noch nicht angerufen,was ich aber auf der Stelle machte...nur leider ging sie nicht ans Telefon....wieso wollte ich sie anrufen...keiner drängte mich dazu...es ging mir immer wieder durch den Kopf...
Was ist,wenn sie doch in diesem Restaurant auf mich gewartet hat...Paul und Andre haben ihr hoffentlich bescheid gesagt...ich könnte gut und gerne ein-zwei Jahre ohne meine Freunde auskommen...vorausgesetzt
sie sind es dann noch...Irgendwie war es bei mir so wie eine Erlaubnis für einen freien Kopf....es ging nicht nur um Marie...in erster Linie wohl doch um  mich...schließlich hatte ich einen Spiegel in meinem Zimmer und wußte auch was man damit macht....die Zelte in dieser gescheiterten Sache waren schnell abgebrochen...wieder daheim angekommen mußte ich einige Peinlichkeiten über mich ergehen lassen....wie das eben so ist,wenn man gescheitert zurückkehrt.Das schlimmste war aber,dass meine Befürchtungen war wurden....Marie hatte in diesem Restaurant auf mich gewartet.....ich mußte es in Ordnung bringen......aber keiner wußte wo sie war.Drei Tage suchte ich sie...am Morgen des dritten Tages ging ich zum Strand...genau dort wo Marie und ich öfters saßen...ich machte die Augen zu,weil mich die Sonne blendete....es wurde auf
einmal dunkel,,,,,Paul stand  vor mir und hatte mir etwas mitzuteilen.
Marie war mit einer Freundin bei einem Autounfall ums Leben gekommen....ich hatte sie im Stich gelassen...
kam mir vor wie in einem Karusell ...welches  nie aufhören würde sich zu drehen....meine Wünsche und
Träume waren wie kleine Spiegel...die sich gegeneinander drehten und unverständlich wirkten....nur die
Klänge inspirierten mich bestimmte Dinge anders zu machen.Marie war überall und doch nirgens,auch als
ich eine andere Marie kennenlernte....Bis heute hätte nur sie mir den Seelenfrieden geben können,auch
wenn sie böse auf mich gewesen wäre....irgendwann ist eben alles zu spät...



Montag, 27. Februar 2012

Gedankengut...........

Les pensées de mon coeur......
Die Gedanken meines Herzens......
pris dans les vagues de mon esprit........
gefangen in den Wogen meines Geistes.....