Samstag, 10. März 2012

die Menschen brauchen die Philosophie.......
genauso wie sie uns braucht........
damit sie weitergetragen wird........

Dienstag, 6. März 2012

"meine Reise nach Lourdes" (4/5)


Wenn einer eine Reise macht......dann kann er was erzählen

mein weiteres Leben verlief eigentlich in geordneten Bahnen...es ging natürlich immer geradeaus...wenn man
mal von den ganzen Steinen und Hürden absieht...die mir oft im Weg lagen.....wenn ich so überlege,dann bin ich meistens den unbequemen und steinigen Weg gegangen, um an meine Ziele zu kommen und oft erreichte ich es nicht,was ich wollte.wenn es aber um bestimmte Dinge ..wie z.B. meinen Beruf oder Familie ging...dann konnte ich schon über mich hinauswachsen....innere Kraft und Ausdauer an den Tag legen...Es war aber auch viel unerledigtes in mir ,was ich natürlich jeden Tag aufs Neue mit mir rumtrug und nebenbei waren da ja auch noch die normalen Tagesgeschäfte.....wenn ich nicht eine so gute psychische Abwehr  hätte....wer weiß wo ich
gelandet wäre.....mittlerweile war meine berufliche Lage recht stabil.....schon immer fastzinierte  es mich
bestimmte Antriebstechniken kunstvoll umzusetzen.....hier hatte ich meinen Platz gefunden....ebenso wie in
meiner eigenen Familie,die ich nicht unerwähnt lassen möchte...auch wenn ich aus der Ecke für mein handeln
nicht immer Zustimmung ernten konnte.......ich kann  durchaus behaupten,alle Formen der Zuneigung und
Ablehnung erfahren zu haben. Danke für die Blumen, ein wenig mehr Wertschätzung  hätte ich schon erwartet!
Du Halodri...Trotzdem..ohne Dich geht es eben nicht!
Die letzten beiden Sätze sind ohne mein zutun von meiner Liebsten verfaßt worden...wollte mich wohl mal nett
Überraschen...deshalb lasse ich sie( die Sätze ) als Meilenstein stehen.
Mein innerer Antrieb lief auf Hochtouren...ich zuckte fast zusammen,wenn mich jemand von der Seite ansprach.In dieser Zeit kümmerte ich mich mehr um Andere ,als um meine eigenen Belange.Auch suchte ich Ablenkung ohne Ende....An mein hinter mir liegendes Leben wollte ich eigentlich nicht mehr denken...und wenn,dann waren es nur Momentaufnahmen...da war immer noch die Sache mit Marie.....manchmal waren es Tage,wo ich nicht an diese Geschichte dachte...aber dann  wieder mit voller Wucht.
So oft es ging fuhr ich zum Meer...setzte mich an den Strand und glaubte irgendeine Eingebung zu bekommen.
Wie sollte ich denn sonst herausbekommen,was gut für mich ist....Als wenn es so einfach wäre...natürlich kam
ich wie immer zu keinem Ergebnis.Also lag ich nur so da und träumte vor mich hin.....die Menschen um mich
herum registrierte ich weniger dafür um so mehr das Meer,die Wolken und die Sonne...all diese Dinge waren
genau dort,wo sie hingehörten...sie würden auch dort sein,wenn ich nicht hier sitzen würde.Am Strand stand
auch ein kleiner maroder Holzschuppen...immer hatte ich ihn im Blickfeld...eigentlich nicht weiter
erwähnenswert...doch er sollte für eine Entscheidung die mein späteres Handeln beeinflußte von größerer
Bedeutung werden.Ein erstes Unwetter in diesem Jahr war heute angesagt....der blaue Himmel verdunkelte
sich und Sturm kam auf...somit mußte ich leider nach Hause fahren.Ich hatte ein paar Tage Urlaub also war
ich am nächsten Tag wieder am Strand aber dieser Tag sollte anders werden als all die anderen....als ich
ankam  sah ich etwas was mich überraschte......der alte Holzschuppen stand noch.....er hatte es überstanden.
Es war wie ein Geistesblitz.....nur im Ungewönlichen zeigt sich zu was man im Stande ist.Genau dieses
mußte ich auch tun um doch noch meinen inneren Frieden zu finden...etwas tun,was ich noch nie gemacht
hatte....bloß auf die schnelle fiel mir nichts ein....ausser ,,,,das ich ja schon immer nach Lourdes wollte.
Genau,nach Lourdes....aber natürlich nicht mit dem  Zug oder dem Auto.....ich wollte es mir so schwer
Wie möglich machen...es sollte wie ein Tornado in mir wirken....na ja ein Orkan tut es auch dachte ich so.
Zu Fuß wäre wie ein Tornado gewesen....immerhin  siebenhundert Kilometer....andere haben einen noch viel
weiteren Weg,aber die haben ja wohl auch mehr Zeit.....genau...mit dem Fahrrad aber mit Gelsattel.
Lourdes war also beschloßene Sache...besser heute als morgen.....gut,dann übermorgen.Als
freischaffender Künstler konnte ich mir die Zeit ja nehmen...ich veranschlagte vierzehn Tage
für meine Reise ins ungewisse Reich des Seins......die ich auch noch allein bewältigen mußte.
Diesesmal wollte ich nichts übergeordnetes dabeihaben..es ist doch wirklich so....immer gibt
es eine höhere Instanz.,in dessen Schatten wir uns bewegen..erst sind es die Eltern,dann die Lehrer,
dann der Arbeitgeber....u.s.w..... zum Schluß ist es dann die Göttliche.Am nächsten Tag packte ich
meine sieben Sachen...klar ein paar mehr Sachen waren es schon.Als mein Rucksack gepackt war,
merkte ich....er war einfach zu schwer.Ich mußte doch einiges zurücklassen...somit kramte  ich
alle meine Vorurteile und auch meine selbst erworbenen oder angeeigneten Erfahrungen wieder
raus.....auf einer derartigen Reise sollten sie einfach nicht dabeisein.
Ein wenig unausgeschlafen verließ ich am darauf folgenden Tag unsere Stadt....Einhundert
Kilometer am Tag hatte ich mir schon vorgenommen....wärend der ersten zehn Kilometer
überlegte ich immer wieder,ob ich nicht doch etwas vergessen hätte...nein,es durfte einfach nicht
sein,dass ich nach einem Alibi suchte ,um eventuell doch mein Vorhaben über den Haufen zu
werfen.Woran ich mich recht gut erinnern kann....an jeder kleinen Kapelle machte ich eine Rast.
Nicht etwa nur um eine Kerze anzuzünden und um in aller Stille nachzufragen,was Gott noch mit mir
vorhaben könnte....es waren eher gewisse Körperregionen,wo ich nicht näher darauf eingehen brauche,
die mir etwas zu schaffen machten.Acht Stunden war ich nun schon unterwegs und hatte erst sechzig
Kilometer auf der Uhr....mein Handy hatte ich auch nicht dabei...keiner hätte mich zurückholen können.
Das Schicksal wollte wohl tatsächlich,dass ich diese Schinderei aushalten sollte.Am Ende des Tages -
es wurde auch schon so langsam dunkel – erreichte ich eine Kleinstadt...hier wollte ich auch über Nacht
bleiben.ich stieg vom Fahrrad und schob es zu Fuß weiter.Plötzlich hielt eine schon recht alte
Dame,die auch mit einem Fahrrad unterwegs war,neben mir an.Es folgte vor ihr eine nettes Hallo...wo
ich denn herkomme und wo ich hinwill....es entwickelte sich ein interessantes Gespräch....sie erzählte
mir,dass es schon immer ihr Traum gewesen wäre...mit dem Fahrrad durch Europa zu fahren...aber nicht
um andere Menschen kennenzulernen...sondern sich mal an nichts gewöhnen zu müssen...lange mußte
sie darauf warten....sechs Kinder hätte sie großgezogen und nun wo ihr lieber Mann gestorben ist...
sollte es doch noch losgehen...ich hatte großen Respekt vor ihr....dann auch noch in diesem Alter....
ja ,nächste Woche sollte es losgehen....immer mit dem Zug ins nächste Land ...ah,finde ich toll...
sagte ich zu ihr und wünschte eine angenehme Reise.Ihre letzte Anmerkung war,das auch sie schon
mal in Lourdes gewesen sei und ich solle auf dem Weg auch nach rechts und links sehen..ok,mache ich.
Nun wollte ich aber weiter...mußte noch eine Pension suchen und anschließend den heutigen Tag noch
einmal Revue passieren lassen.Nach einer sehr kurzen Nacht ging es um sieben Uhr wieder weiter...
fünfzehn Kilometer war ich im Rückstand..die kamen heute noch mal obendrauf....was rede ich denn da...
es ging doch nicht darum eine bestimmte Strecke zu absolvieren....es war immer mein bestreben,keine
halben Sachen zu machen....dann ist Lourdes eben da,wo ich nach sieben Tagen ankomme.Die nächsten
drei Tage verliefen ohne nennenswerte Besonderheiten...hin und wieder sprach man mich an,als wenn
ich ein Schild auf dem Kopf hätte mit dem Hinweis,was ich vor habe....je weiter ich mich der Heimat
entfernte,desto näher war ich ihr....Erreignisse,die ich längst vergessen hatte,kamen in meine Erinnerung
zurück.....Ach wäre Marie doch nur hier...wir mochten uns wirklich sehr.....am besten nur nicht daran
denken...wird alles nur noch schlimmer.
Nun war schon der fünfte Tag angebrochenund am Ende müßte ich fünfhundert Kilometer gefahren sein,
aber mehr als dreihundertneunzig werden es wohl nicht...gegen mittag kam ich zu einem Gasthof,wo ich
eine interessante Begegnung hatte.

Sonntag, 4. März 2012

Umgangs-Philosophie

vous le voyez ...
Mais il ne reconnaît pas ....
du siehst es....
aber erkennst es nicht
C'est le moment particulier....
es ist der besondere Augenblick
vous l'entendez ...
Mais il ne comprend pas ....
du hörst es....
aber verstehst es nicht
votre voix intérieure
deine innere Stimme
vous touchez ....
Mais il ne se sent pas .....
du berührst ....
aber spürst es nicht....
la chaleur interne du cœur.....
die innere Wärme des Herzens.....
 
man kann sein Augenlicht verlieren..
man kann sein Gehör verlieren.....
seine Gefühle verliert man nie....


( Zitat : Gerald,Henry )