Mittwoch, 22. Februar 2012

"meine Reise nach Lourdes" (1/5)

salut  Björn,Antonett,Alfred,Beatries,Fabian,Jakob,Julia,Marie,Vanessa,Oliver,Thomas,Natalie,Sabine
et bien sur   Janin.
nun übersetzt mal schön...schöne Arbeit.Alles hat seine Zeit...hier für euch einige Texte aus meinem
unbekannten Tagebuch "meine Reise nach Lourdes"was ich sehr schade finde,kann nicht jetzt bei
euch sein um eure Gesichter zu sehen.bis irgendwann  salut

1) aller Anfang ist schwer

weiß nicht genau,wann mein Leben eigentlich begann.Aber ich glaube es war wohl so um das sechste
Lebensjahr.Meine Eltern oder besser gesagt,meine Mutter und meine Wenigkeit zogen zu diesem
Zeitpunkt aus einem etwas größeren Dorf,in die Großstadt.Ja für mich war es der Start in mein Leben.
ich war fasziniert,das erste mal in einem großen Möbelwagen mitgefahren und diese vielen Menschen.
Auch in meiner Altersklasse war etwas dabei.Für mich waren sie,wie eine grölende Affenherde,vor der
ich mich verstecken mußte.Hier kann ich auf keinen Fall bleiben,nur leider hatte ich übersehen,dass ich
noch zu klein war,um derartiges entscheiden zu können.Die nächste Hiobsbotschaft ließ nicht lange auf
sich warten...meine Einschulung....auch hier war meine Entscheidungsfreiheit etwas eingeschrängt.Also
ging ich diesen Pflichten erstmal nach.Meine Begeisterung hielt sich in Grenzen.Dementsprechend
folgten auch die mir bis dahin unbekannten blauen Briefe.Bis heute weiß ich nicht,wie ich die mittlere
Reife geschaft habe.Schließlich hatte ich ja auch noch ein Privatleben.Der einzige Lichtblick in diesem
dunklen Kapitel war ein Mädchen,was mir gegenüber wohnte.Diese langen Zöpfe.....man mußte nur
aufpassen,denn wenn sie sich zu schnell umdrehte,hätte man sie leicht an den Kopf  kriegen können.
Sie hatte immer zwei bis drei Freunde eingeladen.Um dann irgendwelche Spiele in ihrem Zimmer
zu spielen.Eines Tages wurde auch ich von ihr eingeladen.Eigentlich war sie mir ja zu jung,so um die
sieben Jahre und ich war schon acht Jahre.Aber egal....In ihrem Zimmer stand ein großer Eimer mit
Legosteinen.Sofort kamen Anweisungen,wie ich etwas zu bauen hätte also machte ich mich ans Werk.
Irgendetwas hatte ich wohl missverstanden....es folgte eine leichte Demontage ihrerseitz und nicht nur
einmal.soweit ich mich erinnern kann, verabschiedete ich mich höflich,bevor oder nachdem ich ihr den
Eimer mit den Legosteinen über ihren Kopf ausschüttete.Das Ganze kostete mich eine Entschuldigung
und eine Tafel Schokolade...es war die Hölle...weil ich die Schokolade lieber selbst gegessen hätte.
Das war also meine erste Erfahrung mit einem Mädchen.Langsam wurde mir klar,für alles im Leben
muß man bezahlen,auch die schönen Dinge können manchmal grausam sein.Wie zum Beispiel meine
lieben Verwanten,die ich nicht unerwähnt lassen möchte.Alles Onkel und Tanten...wie ich sie nennen
mußte...bevor einmal alle drei Monate die gesammte Blase anrückte... war für mich ein Frisörbesuch
unausweichlich.Mein großes Glück war meine Pudelmütze,die ich dann auch in der Wohnung
aufsetzte.Dann war es soweit....als erstes kam von den Tanten der Klammergriff mit der Bemerkung,
ich hätte gut Farbe im Gesicht.In Wirklichkeit lief ich rot an ,weil ich keine Luft mehr bekam.Dann
folgten die Onkel....mit ihren Bärten scheuerten sie in meinem Gesicht herum,dass ich mich
anschließend drei Tage das Gesicht eincremen mußte.Ach, die Zeit heilt fast alle Wunden.Schon damals
dachte ich viel an die Vergangenheit...konnte mich noch gut an meine ersten Jahre auf dieser schönen
Welt erinnern.Als ich noch sprichwörtlich getragen wurde und nun mußte ich so viel über mich ergehen
lassen ohne viel Einfluß darauf zu haben.Es war für mich eine sehr einprägsame Zeit,die sich ein Leben
lang verankert und oft zwingend darauf sehen muß.Schon ein großer Denker sagte : wer die Augen vor
der Vergangenheit verschließt,ist blind für die Zukunft.
dann bis nächste Woche...Gerald

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